Lehr-Lern-Schablonen für jedes Setting & Szenarium

Hier befinden sich alle Lehr-Lern-Schablonen rund um das Thema Kommunikation.

Der Erwerb von Kernkompetenzen steht in der generalistischen Pflegeausbildung an erster Stelle. Pflegeprozess, Kommunikation, Kooperation, Gesetze und Ethik sind die fünf zentralen Themenbereiche für die Pflege aller Altersgruppen. Lehr-Lern-Schablonen sind handlungsorientiert konzipiert und daher in jedem Versorgungsbereich einsetzbar, auch für zu Hause.

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Lehr-Lern-Schablone

Setzkasten der Gefühle

- Kurzaktivierung mal anders -



Lehr-Lern-Schablone

sinnstiftende Kurz-Aktivierung

-  Angebot der sozialen Betreuung rasch geplant -


Mit-Mach-Dreieck

- sinnstiftende Kurzaktivierung für alle Altersgruppen -

Thema: Jahreszeiten & Himmelsrichtungen & Elemente der Natur

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MitMachDreieck Jahreszeit_Himmelsrichtun
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Mit-Mach-Würfel

- sinnstiftende Kurzaktivierung für alle Altersgruppen -

Thema: Mit-Mach-Würfel Wald, Wasser und Wiese

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Mit-Mach-Märchen

- sinnstiftende Kurzaktivierung für alle Altersgruppen -

Thema: Stern, Wolke, Flugzeug am Himmel

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Lehr-Lern-Schablonen greifen auf drei in der Pflege wohlbekannte und bewährte Denk- und Handlungsstrukturen zurück, die Auszubildende vom Lernort Praxis, als auch vom Lernort Schule gut kennen. Es ist der Dreiklang aus Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung, das 4-Phasen-Modell der WHO (Pflegeprozess-Modell) aus Assessment, Planung, Intervention und Evaluation und der Pflegeguide-Puzzleball Denkansatz (aus dem Fachbuch `Pflegeguide für den praktischen Einsatz, Elsevier Verlag 2018) zur Theorie-Praxis Verknüpfung von Pflegehandlungen.

Jede Lehr-Lern-Schablone besteht aus einem Innen- und einem Außenkreis. Der Innenkreis fungiert als Steuerungsinstrument, d.h. er koordiniert die Abläufe. Hierzu bedient er sich – je Themenschwerpunkt - einer der drei gerade genannten Strukturierungshilfen. Der Außenkreis ist ein Zyklus, d.h. ein mehrschrittiger Kreislauf aus Aktionsschritten mit dazugehörigen Leitfragen, die in vorgegebener Reihenfolge zu bearbeiten sind. Bei den hier gezeigten kommunikations-bezogenen Lehr-Lern-Schablonen handelt sich zumeist um sechs bis acht Handlungsschritte.

Lehr-Lern-Schablonen eignen sich für alle drei Varianten arbeitsbezogenen Lernens, auf die sich auch die Rahmenpläne der Fachkommission gemäß Paragraph 53 PflBG beziehen, das arbeitsgebundene (= Lernen durch Arbeitshandeln im realen Arbeitsprozess), arbeitsverbundene (= Arbeitsplatznahe Lernangebote als Lernaufgabe zum Theorie-Praxis-Transfer) und arbeitsorientierte (= Simulierte Pflegesituationen als Lernanlass im Lernlabor) Lernen. Zudem passen sie sich den vier Grundsätzen, d.h. Konstruktionsprinzipien der Rahmenpläne der Fachkommission gemäß Paragraph 53 PflBG an, die da wären `Kompetenzorientierung´, `Situations- und Persönlichkeitsorientierung´, `Pflegeprozessorientierung & -verantwortung´ und `Entwicklungsorientierung/-logik.

 

Das Pflegeberufegesetz (Generalistik) sieht fünf Themenbereiche (I, II, III, IV, V) vor, benannt als Kompetenzen der beruflichen Pflegeausbildung, die Auszubildende in der Pflege in drei Jahren erwerben müssen, um das Ausbildungsziel gemäß §5 PflBG zu erreichen. Kurz gefasst handelt es sich dabei um den Kompetenzbereich I `Pflegeprozess & Pflegediagnostik´, den Kompetenzbereich II „Kommunikation & Beratung´, den Kompetenzbereich III „Kooperation“, den Kompetenzbereich IV „Gesetze & Leitlinien“ und den Kompetenzbereich V „Berufsethisches Handeln“. Praxisanleitungen und -begleitungen nutzen diese (oder eine ähnliche) Kurzfassung der fünf Kompetenzbereiche als Eselbrücke, um die Lernziele (Richt-, Grob- und Feinziele) leichter & schneller zuordnen zu können. In der ausführlichen Version, die der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) zu entnehmen ist, lauten sie folgendermaßen: Der Kompetenzbereich I heißt „Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren“, der Kompetenzbereich II heißt „Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten“, der Kompetenzbereich III heißt „Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten“, der Kompetenzbereich IV heißt „Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinie reflektieren und begründen“ und der Kompetenzbereich V heißt „Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen“. Jedem Kompetenzbereich (Richtziel), sind Grobziele gemäß Anlage/n zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe zugeordnet Die Anlage 1 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) zeigt die Grobziele für die Zwischenprüfung, die Anlage 2 zeigt die Kompetenzen (Richt- und Grobziele) für die staatliche Prüfung nach §9 zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, die Anlage 3 listet diejenigen für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und die Anlage 4 für die Altenpflege auf. Die Anlage 5 der PflAPrV fokussiert die Kompetenzen für die Prüfung der hochschulischen Pflegeausbildung nach §32. Die Richtziele, d.h. die fünf Kompetenzbereiche (I bis V) sind in jeder Ausbildungsrichtung (Kranken-/Generalistische-, Kinderkranken- und Altenpflege) identisch formuliert, die Grobziele jedoch gemäß Schwerpunktsetzung.

 

Die Neue Pflegeausbildung (Generalistik) gibt es seit 1. Januar 2020, die mit dem Pflegeberufereformgesetz (PflBG) und der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) geregelt wird. Sie ist generalistisch ausgerichtet, d.h. ihr Fokus liegt auf dem Erwerb von Kompetenzen, die für die Versorgung von Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlichen Settings und Szenarien (Pflege- und Lebenssituationen) notwendig sind. Erstmalig in der Geschichte der Pflegeausbildung gibt es bundeseinheitliche Rahmenpläne gemäß §53 PflBG. Dabei handelt es sich um die Rahmenlehrpläne für den theoretischen und praktischen Unterricht, auf Basis derer das schulinterne Curriculum erarbeitet wird, und die Rahmenausbildungspläne für die praktische Ausbildung, auf Basis derer der einrichtungsinterne Ausbildungsplan erstellt wird. Die Rahmenpläne der Fachkommission gemäß §53 PflBG haben empfehlende Wirkung. Sie greifen die in den Anlagen 1 bis 4 PflAPrV formulierten Grobziele (Konkretisierung der Richtziele, d.h. der Kompetenzbereiche I bis V) auf und operationalisieren diese. Dadurch entstehen für den Lernort Schule elf curriculare Einheiten (CE 1 bis 11) mit zu den Kompetenzen der Anlage 1 bis 4 PflAPrV (Grobziele) passenden Handlungssituationen, -anlässe und -muster, und für den Lernort Praxis pflegesituationsbezogene Arbeits- und Lernaufgaben (Szenarien) gemäß Setting (Lernort), d.h. Einsatz (Orientierungseinsatz, Pflichteinsätze in den drei allgemeinen Versorgungsbereichen [stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege, ambulante Akut/Langzeitpflege], Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung, Pflichteinsatz in der (geronto-)psychiatrischen Versorgung, Vertiefungseinsatz). Das Kompetenzniveau steigert sich am Lernort Schule, als auch am Lernort Praxis im Verlauf der Ausbildung kontinuierlich. Die Rahmenlehrpläne (Lernort Schule) und die Rahmenausbildungspläne (Lernort Praxis) sind miteinander verknüpft, so dass ein Theorie-Praxis-Transfer bzw. Praxis-Theorie-Transfer möglich ist.

Lehr-Lern-Schablonen kommen im Rahmen von Praxis-, Arbeits- oder Lernaufgaben zum Einsatz. Sie fungieren als Lernbegleiter in der Pflegeausbildung, d.h. sie unterstützen Praxisanleitungen, -begleitungen und Pflegepädagog*innen beim Lehren und Auszubildende beim (selbstorganisierten) Lernen. Es gibt erkrankungsbezogene Lehr-Lern-Schablonen, die auf der Website in der Rubrik „Lehr-Lern-Schablonen/Erkrankungen“ (www.lehr-lern-schablonen.de/lehr-lern-schablonen/erkrankungen/) zu finden sind, risikopotenzialbezogene Lehr-Lern-Schablonen, die auf der Website in der Rubrik „Lehr-Lern-Schablonen/Risikopotenziale“ (www.lehr-lern-schablonen.de/lehr-lern-schablonen/risikopotenziale/) zu finden sind, anleitungsspezifische Lehr-Lern-Schablonen, die auf der Website in der Rubrik „Lehr-Lern-Schablonen/Anleitung“ (www.lehr-lern-schablonen.de/lehr-lern-schablonen/anleitung/) zu finden sind, und kommunikations-bezogene Lehr-Lern-Schablonen, die auf der Website in der Rubrik „Lehr-Lern-Schablonen/Kommunikation“ (www.lehr-lern-schablonen.de/lehr-lern-schablonen/kommunikation/) zu finden sind.

Die Lehr-Lern-Schablonen rund um das Thema Erkrankungen eignen sich z.B. für Praxis-, Arbeits-, und Lernaufträge aus dem Kompetenzbereich III „Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten“, der den Fokus auf ärztliche Verordnungen & kurative Prozesse auf Basis spezieller Krankheitsbilder inklusive Schnittstellenmanagement setzt. Lehr-Lern-Schablonen rund um das Thema Risikopotenziale eignen sich z.B. für Praxis-, Arbeits- und Lernaufgaben aus dem Kompetenzbereich I „Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren“, der den Fokus auf Pflegeplanung und Pflegeassessment setzt. Lehr-Lern-Schablonen rund um das Thema Anleitung eignen sich z.B. für Praxis-, Arbeits- und Lernaufgaben aus dem Kompetenzbereich IV „Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinie reflektieren und begründen“ mit Fokus auf Qualitätsmanagement und Leit- & Richtlinien, als auch für den Kompetenzbereich V „Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen“ mit Fokus auf Reflexion und Begründung des eigenen Tun & Handelns. Lehr-Lern-Schablonen rund um das Thema Kommunikation eignen sich z.B. für Praxis-, Arbeits- und Lernaufgaben aus dem Kompetenzbereich II „Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten“, der den Fokus auf Beziehungsgestaltung & Patientenedukation setzt. Eine eindeutige Zuordnung der Lehr-Lern-Schablonen zu einem der fünf Kompetenzbereiche ist nicht möglich, denn sie tangieren i.d.R. zwei oder mehr Bereiche. So wie die fünf Kompetenzbereiche ineinander überfließen und sich gegenseitig bedingen, so tun das auch die Lehr-Lern-Schablonen.

 

 

Der Kompetenzbereich I „Pflegeprozess & Pflegediagnostik“ enthält ein - meiner Meinung nach - sehr wichtiges Lernziel, benannt als I5 „Menschen aller Altersgruppen bei der Lebensgestaltung unterstützen, begleiten und beraten“. Beim Lesen der sechs Grobziele (I1, I2, I3, I4, I5, I6) geht es teilweise unter, da die anderen fulminanter erscheinen, wie z.B. I4 „Lebensbedrohliche sowie Krisen & Katastrophensituationen“ oder I1 „Pflegeplanung“. Auf meiner Website bekommt das Thema `Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung / Soziale Betreuung und Tagesstrukturierung´ einen besonderen Raum und Stellenwert. In der Rubrik „Lehr-Lern-Schablonen/Kommunikation“ stelle ich nicht nur Lehr-Lern-Schablonen mit Fokus auf Biografiearbeit vor, sondern auch Lernmaterial für sinnstiftende Aktivierung, Lernen und Spielen zum Sichern der Lebensqualität und sozialen Teilhabe (derzeit noch in Bearbeitung). Dabei handelt es sich um Ideen zur Kurzaktivierung im Rahmen der Deprivationsprophylaxe, für die kein/kaum Vorbereitungs- und Nachbereitungsaufwand und/oder spezielles Material notwendig sind. Ein Deprivationssyndrom (sensorische Deprivation) bzw. psychischer Hospitalismus ist ein Krankheitsbild/Symptomenkomplex, das entsteht, wenn sich der Patient in einer für ihn ungewohnten, reizarmen bzw. monotonen Umgebung aufhält, die kaum/kein oder nur realitätsfremde und monotone Stimuli über einen längeren Zeitraum bereithält (Quelle: Mein Pflegeguide für den praktischen Einsatz, Elsevier 2018, Kapitel 2.20 / S. 367). Das Gehirn verlernt die Aufnahme, Weiterleitung und Vernetzung der Sinnesreize, was sich durch multiple Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen bemerkbar macht.