Lehr-Lern-Schablonen - Leitext-Methode mal anders

Das Pflegeberufegesetz fordert mindestens 10% Ausbildungszeit pro Einsatz. Diese muss geplant, gesteuert, kontrolliert und dokumentiert werden, um das Ausbildungsziel "komplexer Kompetenzerwerb" zu erreichen. Knappe Zeit- und Personalressourcen, gepaart mit Ausnahmezuständen wie z.B. der Corona Pandemie, erschweren den Ausbildungsprozess. Nicht immer gibt es ausreichend Zeit zum Üben und Hinterfragen von Anleitungssituationen und zum Vorbereiten auf Prüfungen. Ein innovatives Ausbildungsinstrument ist nun gefragt.

 

Was tun?

Lehr-Lern-Schablonen als moderne Variante der Leittext-Methode


Lehr-Lern-Schablonen

Risiken & Pflegephänomene

- Lerntransfersicherung -


Lehr-Lern-Schablonen

Krankheitsbilder

- Theorie-Praxis-Transfer -


Lehr-Lern-Schablonen

Kommunikation & Kooperation

 - Struktur-, Prozess- & Ergebnisqualität -


Lehr-Lern-Schablonen

Anleitungssituation

- Praxisanleitung easy going -


Die generalistische Pflegeausbildung erfolgt an unterschiedlichen Lern- und Einsatzorten. Der Lernort Schule, als auch der Lernort Praxis, verfügen über mehrere Orte des Lernens – bei Erstem sind es der Unterrichts- und Praxisraum und das Skills-Lab/Dritter Lernort, bei Zweitem die Einsatzorte in den allgemeinen Versorgungsbereichen (stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege, ambulante Akut-/Langzeitpflege) und in der pädiatrischen und psychiatrischen Versorgung. Der Erwerb von Pflegefachwissen findet dabei zumeist zeitversetzt zum Erwerb praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten statt. Damit Lerninhalte nicht zusammenhangslos nebeneinander stehen bleiben und/oder Auszubildende Orientierungslosigkeit erleben, bedarf es in der Generalistik lernortverknüpfender und transferorientierter Ausbildungsinstrument, zu denen auch die Lehr-Lern-Schablonen gehören. Mit ihnen kann die Theorie vom Lernort Schule an die praktischen Lernorte und die Praxis von den Einsatzorten zur Schule transportiert, sprich: transferiert, werden.

Der Paragraph 8(1) PflAPrV spricht von einer „…erforderlichen engen Zusammenarbeit der Pflegeschule, des Trägers der praktischen Ausbildung sowie der weiteren an der Ausbildung beteiligten Einrichtungen …“. Es handelt sich dabei nicht nur um strukturell-organisatorische und personelle Maßnahmen der Zusammenarbeit wie z.B. Arbeitskreise und Kooperationspartner-Treffen, sondern auch um curricular-inhaltliche wie z.B. aufeinander abgestimmte Arbeits- und Lernaufgaben, und um methodisch-didaktische. Letztes meint lernortverknüpfende und transferorientierte Lehr-Lern-Methoden, mit denen ein Theorie-Praxis-Transfer, Praxis-Theorie-Transfer und Praxis-Praxis-Transfer möglich wird. Gefragt sind innovative Ausbildungsinstrumente, die sich zur Lernortkooperation anbieten. Die Lehr-Lern-Schablonen gehören dazu.  Sie eignen sich für jedes Setting & Szenarium und für jede Schwerpunktsetzung & Präferenz.