Lehr-Lern-Schablonen - Leitext-Methode mal anders

Das Pflegeberufegesetz fordert mindestens 10% Ausbildungszeit pro Einsatz. Diese muss geplant, gesteuert, kontrolliert und dokumentiert werden, um das Ausbildungsziel "komplexer Kompetenzerwerb" zu erreichen. Der Erwerb  multipler Fähigkeiten und Fertigkeiten findet mit  Arbeits- & Lernaufgaben statt. Hierzu bedarf es geeigneter  handlungsorientierter Ausbildungsinstrumente, wie Lehr-Lern-Schablonen.

 

Lehr-Lern-Schablonen als moderne Variante der Leittext-Methode


risikopotenzial-bezogene

Lehr-Lern-Schablonen

krankheitsbild-bezogene

Lehr-Lern-Schablonen

pflegesituations-bezogene

Lehr-Lern-Schablonen


Lehr-Lern-Schablonen für Arbeits- & Lernaufgaben und zum Selberlernen

-> Hier findest du einige kostenlose Lehr-Lern-Schablonen:

Risikopotenzial-bezogene Lehr-Lern-Schablonen

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20 Risiko-Riesen Schablone V5GepS.pdf
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WundchronRisiko Schablone V2GepS.pdf
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Krankheitsbild-bezogene Lehr-Lern-Schablonen

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Pflegeguide-Puzzleball Schablone V4GepS.
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Parkinson Schablone V4GepS.pdf
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Pflegesituations-bezogene Lehr-Lern-Schablonen

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Beratungsprozess Schablone V2GepS.pdf
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Feedbackkreis Schablone V3GepS.pdf
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Die ersten Lehr-Lern-Schablonen entstanden Mitte 2020. Inzwischen gibt es schon weit über dreißig.

Das innovative Ausbildungsinstrument hat sich in den letzten eineinhalb Jahren zu einem beliebten Lehr-Lern-Mittel in der generalistischen Pflegeausbildung etabliert. Es ist ein wertvoller Lernbegleiter und fester Bestandteil im individualisierten Lehr-Lernprozess.

Info: Ich überarbeite die  Lehr-Lern-Schablonen gerade konzeptionell - Altbewährtes in neuer Aufmachung!

Die generalistische Pflegeausbildung erfolgt an unterschiedlichen Lern- und Einsatzorten. Der Lernort Schule, als auch der Lernort Praxis verfügen über mehrere Orte des Lernens. Dies sind der Unterrichts- und Praxisraum und das Skills-Lab/der Dritter Lernort an der Berufsfachschule und die Einsatzorte in den allgemeinen Versorgungsbereichen (stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege, ambulante Akut-/Langzeitpflege) und in der pädiatrischen und psychiatrischen Versorgung am Lernort Praxis. Der Erwerb von Pflegefachwissen findet dabei zumeist zeitversetzt zum Erwerb praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten statt. Damit Lerninhalte nicht bedeutungs- und zusammenhangslos nebeneinander stehen bleiben und/oder Auszubildende Orientierungslosigkeit erleben, bedarf es in der Generalistik lernortverknüpfender und transferorientierter Ausbildungsinstrument, zu denen auch die Lehr-Lern-Schablonen gehören. Mit ihnen kann die Theorie vom Lernort Schule an die praktischen Lernorte und die Praxis von den Einsatzorten zur Schule transportiert, sprich: transferiert, werden.

Der Paragraph 8(1) PflAPrV spricht von einer „…erforderlichen engen Zusammenarbeit der Pflegeschule, des Trägers der praktischen Ausbildung sowie der weiteren an der Ausbildung beteiligten Einrichtungen …“. Es handelt sich dabei nicht nur um strukturell-organisatorische und personelle Maßnahmen der Zusammenarbeit wie z.B. z.B. Arbeitskreise und Kooperationspartner-Treffen, sondern auch um curricular-inhaltliche wie z.B. aufeinander abgestimmte Lernaufgaben und um methodisch-didaktische. Letztes meint lernortverknüpfende und transferorientierte Lehr-Lern-Methoden, mit denen ein Theorie-Praxis-Transfer, Praxis-Theorie-Transfer und Praxis-Praxis-Transfer möglich wird. Gefragt sind innovative Ausbildungsinstrumente, die sich zur Lernortkooperation anbieten.

Lehr-Lern-Schablonen eignen sich für alle drei Varianten arbeitsbezogenen Lernens, auf die sich auch die Rahmenpläne der Fachkommission gemäß Paragraph 53 PflBG beziehen, das arbeitsgebundene (= Lernen durch Arbeitshandeln im realen Arbeitsprozess), arbeitsverbundene (= Arbeitsplatznahe Lernangebote als Lernaufgabe zum Theorie-Praxis-Transfer) und arbeitsorientierte (= Simulierte Pflegesituationen als Lernanlass im Lernlabor) Lernen. Zudem passen sie sich den vier Grundsätzen, d.h. Konstruktionsprinzipien der Rahmenpläne der Fachkommission gemäß Paragraph 53 PflBG an, die da wären `Kompetenzorientierung´, `Situations- und Persönlichkeitsorientierung´, `Pflegeprozessorientierung & -verantwortung´ und `Entwicklungsorientierung/-logik.

Die Lehr-Lern-Schablonen, die 2020 von Susanne Geppert, Fachbuchautorin von „Mein Pflegeguide für den praktischen Einsatz, Elsevier 2022“, erfunden wurden, eignen sich für jedes Setting & Szenarium und für jede Schwerpunktsetzung & Präferenz. Sie greifen auf drei in der Pflege wohlbekannte und bewährte Denk- und Handlungsstrukturen zurück, die Auszubildende vom Lernort Praxis, als auch vom Lernort Schule gut kennen. Es ist das 4-Phasen-Modell der WHO (Pflegeprozess-Modell) aus Assessment, Planung, Intervention und Evaluation, der Pflegeguide-Puzzleball Denkansatz (aus dem Fachbuch `Pflegeguide für den praktischen Einsatz, Elsevier 2022) mit seinen fünf Puzzleteilen zur Theorie-Praxis-Verknüpfung und der präklinische Algorithmus `Prinzipien & Präferenzen´ für Individualfallentscheidungen.

 

Lehr-Lern-Schablonen fungieren als Lernbegleiter in der Pflegeausbildung. Mit leicht verständlichen Aktionsschritten und Leitfragen manövrieren sie Auszubildende sicher zum Lernziel. Ein Sich-Verirren oder vom Lernweg Abkommen gibt es damit nicht. Infolgedessen bieten sie sich insbesondere für Arbeits- und Lernaufgaben in der praktischen Ausbildung an. Dabei handelt es sich um ein begleitetes Lernen, das zu den mindestens 10 Prozent Anleitungszeit pro Einsatz zählt. Zur Verfügung stehen risikopotenzial-bezogene Lehr-Lern-Schablonen (z.B. Sturzrisiko, Pneumonierisiko, Gefahr einer Immobilität etc.), krankheitsbild-bezogene Lehr-Lern-Schablonen (z.B. Apoplex, Depression, Herzinsuffizienz etc.) und pflegesituations-bezogene Lehr-Lern-Schablonen (z.B. Wundmanagement, Hygienemanagement, Ernährungsmanagement etc.).